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Ideen, um Katzen davon abzuhalten, an den Wänden zu kratzen

Als wir uns im Frühjahr 2008 entschlossen hatten, zwei kleinen Katzen aus dem Tierheim ein Zuhause zu geben, hatten wir uns im Vorfeld bei einer katzenerfahrenen Freundin und über Bücher und Internet bestens informiert und die entsprechenden Vorkehrungen getroffen. Die Fenster erhielten Fliegengitter aus besonders festem Material, außerdem war uns klar, dass wir diese niemals mehr kippen dürften. In Eigenarbeit wurde ein sehr schöner Kratzbaum gebaut. Wir schafften gleich zwei Katzentoiletten an. Glas- und Porzellansachen, die in Reichweite von neugierigen Katzen standen, wurden vorsichtshalber an sicheren Stellen verwahrt. Unsere Zimmerpflanzen wurden auf Katzenverträglichkeit überprüft und zum größten Teil ausgelagert. Da unser Wohnzimmer mit seinen frei liegenden Balken zum Klettern animiert, wurden über den dort stehenden Büchern Bretter angeschraubt, um den Katzen dort zusätzlichen Platz zu bieten. Katze Wand Nachdem die Katzen dann bei uns eingezogen waren, erlebten wir die Realität. Eine Toilette hätte gereicht, da die zwei Katzen auf beide gehen. Sie balancieren so vorsichtig um abgestellte Gegenstände herum, dass in der ganzen Zeit bisher nur zwei Tischlampen zu Bruch gingen. Der Kratzbaum wurde anfangs gar nicht angenommen, erst als er aus der Ecke weg direkt unter das Schrägraumfenster gestellt wurde, entwickelte er sich zu einem Lieblingsschlafplatz für beide Katzen. Unser Leo nutzt ihn seitdem auch, um sich genüsslich daran zu kratzen. Seine Schwester Minka dagegen wetzte sehr schnell ihre Krallen an verschiedenen Wänden. Bevorzugt wurde dabei der Flur, an dem mit der Zeit die Tapeten in schmalen Streifen herunter hingen. Erwischten wir sie auf frischer Tat, kam die Wasserpistole zum Einsatz. Allerdings war Minka besonders aktiv, wenn wir nichts bemerkten. Also setzten wir gut gemeinte Ratschläge um: angebrachte Alufolie störte unsere Katze allerdings keineswegs, das Einsprühen mit speziell dafür eingekauftem Spray hielt nur einen kurzen Zeitraum vom Kratzen ab, ebenso Deo- oder Haarspray, außerdem hielt dieser unangenehme Geruch auch uns vom Flur fern. Dieser sah inzwischen so schlimm aus, dass wir uns entschlossen, ihn neu zu tapezieren. Wir hatten Hoffnung, dass die relativ teure Flüssigtapete von unserer Minka nicht beschädigt wird. Aber auch diese blieb nur eine kurze Zeit unverschont. Es hingen zwar keine Streifen herunter, aber die Kratzspuren waren wieder gut sichtbar. Die Katze Nun kauften wir beschichtete weiße Holzplatten, um sie an der Wand anzubringen. Diese hielten zwar den Katzenkrallen stand, sahen aber auch nicht schön aus. Wir überlegten uns deshalb, wie wir den Flur gestalten könnten, dass er wohnlich aussieht und trotzdem von Minkas Krallen verschont bleibt. Wir besorgten dazu bei Ikea in der Fundgrube drei Milchglastüren mit einem schmalen Holzrahmen. Diese deckten genau die benötigte Länge ab. Vom Boden 90 cm nach oben wurden die Holzrahmen an der Wand befestigt. Hinter das Glas wurde eine lange LED-Lichterkette gelegt, die unseren Flur angenehm beleuchtet. Nun besorgten wir für die anderen noch freien Stellen im Flur passende Glastüren, deren Hintergrund auch beleuchtet wird. Da diese Helligkeit nun ausreichend ist, wurde die ursprüngliche Flurbeleuchtung abgeklemmt und die LED-Lichterketten ist nun über den Lichtschalter zu bedienen.

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